Verfahren || KONDITIONIEREN VON POLYAMID PLASTICS (PA)

BEKANNTE VERFAHREN

Das lagern in Wasser oder Klimakammer ist dem Markt gut bekannt und hat den Nachteil, dass die Verweilzeiten relativ lang sind, um akzeptable Ergebnisse zu erreichen. Ferner wird Durchdringen mit Feuchtigkeit in das Innere der Teile nicht überall und nicht konsistent erreicht.

Die Migration von den äußeren Schichten in die inneren Schichten bedarf besonderer Anstrengungen. Je größer die Wanddicke der Teile, oder die Beigabe von Glasfaser ist, desto schwieriger ist das Durchdringen mit Feuchtigkeit (siehe verfügbare Literatur).

Der Prozess mittels Dampf- Strömungs- verfahren muss zwangsläufig über 100°C stattfinden und stellt damit für einige Polyamidsorten ein Verformungs- bzw. Kristallisationsrisiko dar. Hinzu kommt, dass durch die höhere Erwärmung der Teile nach dem Prozess eine höhere Verdunstung der aufgebrachten Feuchtigkeit gegeben ist. Bei längerer Verweilzeit bei hoher Temperatur ist mit damit verbundenen Qualitätseinbußen zu rechnen.

VAKUUM-DAMPF-VERFAHREN

Das patentierte Vakuum- Dampf- Verfahren für die Konditionierung von PA- Kunststoffen (Pat. No. DE 2010000737) ermöglicht Vakuum bis zu 95% und  Sattdampfzyklen mit Temperaturen ab 60°C bis 105°C.
Die Veränderung des inneren Drucks innerhalb eines Druckapparates durch Vakuum beschleunigt die Absorption von Feuchtigkeit in den Schichten und erhöht somit die Durchdringung in die tieferen Lagen der Kunststoffteile.

Durch das Verfahren werden übliche Prozesszeiten auf 60 - 120 Minuten je nach Material- und Teilebeschaffenheit und Anforderung reduziert.

 

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